Genug - Alexandru Macedonski
added by: Ioana D

I
Jetzt genug mit dem Weinen, dein Herz ist trocken,
Und selbst wenn’s voll wäre, es ist Zeit, genug zu sagen
Unser Volk von Tränen ist es satt gar ohne Fragen
Und sie können nicht mal in Versen bleiben;
Erfolglos ertrinken die Dichter in denselben,
All ihre Papiere bleiben in einer Rolle.

II
Hey!... Die Mode des Trauerns, des Klagens ist vorbei
Und jene grausamen imaginären Schmerzen,
Seit völlig grau, ihr arme Sänger!
Doch wenn eine Zeit vorbei ist, kommt eine Andere,
Und sie mit einer Peitsche, die in der Hand hält
Klatscht, ruft dir zu: „Andere Zeiten, andere Geiger!“

III
Rubine auf den Lippen und Perlen im Mund
Und Lilien auf den Brüsten und pechschwarze Augen
Sind Kleinigkeiten, die keinen Wert mehr haben:
Mit den falschen Tränen, die flossen ist vorbei,
Sind an die Küste erlahmt und rollen jetzt nach unten
Schleppend in ihren Lauf lächerliche Unken!

IV
Jetzt ist die Zeit der Stärke, der Männlichkeit in Grunde,
Das Kind von gestern, heute ist ein männlicher Junge,
Er schüttelte das Joch der Epitropie in Plewen ab.
Wenn er Kind wäre, würde heute noch Kind bleiben;
Mit Doina steigt er nicht mehr am Haupt Rumäniens,
Um ganz wiedergeboren, brauchen wir einen Vergil!



Translator: Christian W. Schenk

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